COBIT

COBIT ist ein international anerkanntes Framework zur IT-Governance und gliedert die Aufgaben der IT in Prozesse und Steuerungsvorgaben, sogenannte „Control Objectives“. COBIT definiert hierbei was zu tun ist, und nicht vorrangig wie einzelne Anforderungen umzusetzen sind. Von den Unternehmenszielen werden top-down IT-Ziele abgeleitet, die wiederum die Architektur der IT beeinflussen.

Hierbei gewährleisten angemessen definierte und betriebene IT-Prozesse die Verarbeitung von Informationen, die Verwaltung von IT-Ressourcen und die Erbringung von Services. Hierfür sind geeignete Mess- und Zielgrößen zur Beurteilung der Ergebnisse und der Performance festzulegen. Die Messung der Zielerreichung erfolgt bottom-up und ergibt so einen Steuerungs-Zyklus.

TOGAF

Das The Open Group Architecture Framework (TOGAF) bietet einen Ansatz für Entwurf, Planung, Implementierung und Wartung von Unternehmensarchitekturen. Modelliert wird diese Unternehmensarchitektur üblicherweise in den drei Domänen Geschäftsarchitektur, Informationssystemarchitektur und Technologiearchitektur. Zur Entwicklung der Architektur definiert TOGAF einen achtphasigen Prozess, die sogenannte Architecture Development Method (ADM).

Zunächst werden die Ziele und die Beteiligten bei der Aktualisierung der Unternehmensarchitektur festgelegt. Sodann werden für die Geschäfts-, Anwendungs-, Informations-/Daten- und die Technologiearchitektur der jeweils aktuelle und der gewünschte Zustand beschrieben, um wesentliche Unterschiede herauszustellen. Anschließend werden die Programme oder Projekte abgeleitet, die den Übergang vom aktuellen zum Zielzustand herbeiführen. Übergreifende Zusammenarbeit der einzelnen Vorhaben werden festgeschrieben und überwacht. Schließlich werden Anforderungen und externe Einflüsse gesammelt, welche die Basis für die nächste Iteration des Prozesses und somit für die Verfeinerung und Weiterentwicklung der Architektur darstellen.

ITIL

ITIL (Information Technology Infrastructure Library) ist eine Sammlung von Best-Practices, die Prozesse, Funktionen und Rollen beschreibt, die in jeder IT-Infrastruktur von Unternehmen einer bestimmten Mindestgröße vorkommen. ITIL orientiert sich entlang des Lebenszyklus von IT-Services und legt in fünf Kernpublikationen (Service Strategy, Service Design, Service Transition, Service Operation und Continual Service Improvement) die wesentlichen Elemente und Abläufe dar. Rollen und Funktionen werden konkrete Tätigkeiten zugewiesen. Außerdem werden geeignete Mess- und Steuerungsgrößen vorgeschlagen. In abgewandelter Form können Elemente von ITIL auch in kleineren Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden.

DevOps

Sich dynamisch ändernde Anforderungen des Business an die IT erfordern agile Software-Entwicklungs- und Betriebsprozesse. DevOps (Kofferwort aus den Abkürzungen von „Development“ und „Operations“) beschreibt vor diesem Hintergrund einen kombinierten Ansatz aus den Bereichen Software-Entwicklung und Systemadministration. Durch gemeinsame Anreize, Prozesse und Werkzeuge soll eine effektivere und effizientere Zusammenarbeit von Software-Entwicklung, Service-Betrieb und Qualitätssicherung (QS) herbeigeführt werden. Mit DevOps sollen die Qualität der Software, die Geschwindigkeit der Entwicklung und der Auslieferung sowie das Miteinander der beteiligten Teams verbessert werden. Wesentliche Elemente sind daher kürzere Entwicklungszyklen und demzufolge häufigeres Testen und häufigeres Deployment entwickelter Software-Komponenten.

V-Modell (XT)

Das V-Modell ist ein phasenbasiertes Vorgehensmodell in der Softwareentwicklung. Neben den Entwicklungsphasen definiert es auch die Phasen zur Qualitätssicherung und stellt diese den Entwicklungsphasen 1:1 gegenüber. Stellt man nun den Abstraktionsgrad der aufeinanderfolgenden Phasen graphisch über die Zeitachse dar, so erhält man das namensgebende „V“. Das V-Modell wurde am 22.12.1999 unter der Registernummer 39631851 als Wortmarke beim DPMA auf die Bundesrepublik Deutschland eingetragen. Haupteinsatzgebiet des V-Modells waren ursprünglich große Projekte öffentlicher Auftraggeber. Inzwischen wird das V-Modell auch in der Privatwirtschaft verwendet und erfährt als novelliertes V-Modell XT die Verwendung in kleineren agil organisierten Projekten.

PMBOK

„A Guide to the Project Management Body of Knowledge“ (PMBOK Guide) ist ein weit verbreiteter Projektmanagement-Standard und zentrale Referenz des US-amerikanischen Project Management Institute, von dem er auch herausgegeben und unterhalten wird.
PMBOK zählt neben PRINCE2 und IPMA Competence Baseline (IPMA, GPM) zu den führenden Projektmanagementmethoden weltweit. Der 2012 als ISO-Norm 21500 veröffentlichte Projektmanagement-Leitfaden baut unter anderem auf dem PMBOK Guide auf.

PRINCE2

PRINCE2 (Projects in Controlled Environments) ist eine prozessorientierte und sehr skalierbare Projektmanagementmethode. Sie zählt neben PMBOK und Scrum zu den führenden Projektmanagementmethoden weltweit.

Ziel eines Projektes ist nach PRINCE2 die Schaffung eines „Produktes“, welches sich an einem definierten Business Case ausrichtet. Das Erreichen dieses Ziels wird in den folgenden sechs Dimensionen betrachtet, die mit den Methoden von PRINCE2 gesteuert werden: Kosten, Zeitrahmen, Qualität, Umfang, Risiken und Nutzen eines Projektes.

SCRUM

Ursprünglich für agile Software-Entwicklung gedacht, hat sich Scrum zu einer der verbreitetsten, agilen Projektmanagementmethoden entwickelt. Es gibt nur wenige Regeln und Rollen, legt dabei aber einen Schwerpunkt auf die fortwährende Einbeziehung des Business sowie schnell vorzeigbare und in iterativen Zyklen verfeinerbare (Zwischen-) Ergebnisse. Diese Zwischenergebnisse werden in regelmäßigen Abständen mit dem Business diskutiert und die noch fehlenden sowie zwischenzeitlich geänderte oder erst spezifizierte Anforderungen werden mit aufgenommen.